Eine (Weihnachts)Geschichte aus einem Flüchtlingslager

Eine Bekannte erzählte mir von ihrem Aufenthalt im Irak. Sie besuchte dort einige Flüchtlingslager um die Menschen dort mit Hilfsgütern zu versorgen. Diese Lager sind zwar strukturiert aber auch sehr eintönig und gleichförmig aufgebaut. Innerhalb eines Areals mit vielen Zelten ist ein etwas größerer freier Platz.

In einem der Lager sah sie auf einem solchen freien Platz eine selbstgebaute Kinderschaukel. Außerdem hatte dort jemand viele schöne bunte Blumen angepflanzt und einen bunten Zaun darum herumgezogen. Meine Bekannte konnte mit dem Schöpfer dieser kleinen Oase sprechen. Sie fragte ihn, weshalb er sich diese Mühe gemacht hatte und er antwortete: „Damit wir hier nicht alle die Hoffnung verlieren. Wenn wir keine Hoffnung mehr haben,  geht alles kaputt. Unsere Familien, unsere Leben und unsere Zukunft.“

Dieser Mann hat unglaublich viel erkannt. Er hat eine kleine heile Welt aufgebaut. Mitten in einer trostlosen und eintönigen Welt hat er Spiel, Freude, Farben und Leben gebracht. Das hat dort sehr viel verändert.

In der Advents- und Weihnachtszeit denken wir daran, dass Jesus, Gottes Sohn, als kleines und schwaches Baby auf die Erde kam. Er kam in eine trostlose und eintönige Welt – er hat das Leben gebracht.

Das hat alles verändert.