2017-04 Kleingruppe

07.06

Gal 4,8-31

31.05.

Gal 3, 15 – 4,7

nachdem wir eine Woche pausiert haben, konnten wir im großen Teilnehmerkreis unser Treffen fortsetzen.
Zunächst sprachen wir über das Thema Testament im Allgemeinen und diskutierten über Parallelen zu dem „Familien-Testament“ im weltlichen Sinn und dem Bündnis Gottes. Deutlich herausgestellt wurde hier, dass bereits zu Abraham von SEINEM = EINEM Nachkommen gesprochen wird (Gal 3, 16). Ausgehend von Abraham gilt der eine Bund bis heute.
Das „Gesetz“ hebt ihn nicht auf, es hat eine Art „Zwischenfunktion“ zum neuen Testament; das Gesetz steht nicht im Widerspruch zum neuen Bund / Testament, es dient uns aufzuzeigen, dass es die Gnade braucht.
Ein Vergleich dazu könnte man im Bereich Straßenverkehr suchen, das Gesetz dient als Rahmen/Leitfaden. Wir sind keine Sklaven des Gesetzes, wir sind erlöst – durch Christus sind wir frei. Dabei war es uns wichtig, dass es uns nicht um die christlich-religiöse Betrachtung geht, sondern um echte, persönlich erlebte und erlebbare Befreiung.

24.05. – Pause

17.05.

Gal 3, 1-14

Mit Beginn von Kapitel 3 schwenken die Scheinwerfer wieder direkt auf die Briefempfänger: „Oh ihr unverständigen Galater“. Sieben Fragen (variiert je nach Übersetzung) schmettert Paulus den Galatern entgegen. Nicht das er die Antworten dazu braucht – die Fragen sind eher rhetorisch. Mit diesen Fragen appelliert Paulus an den bisherigen, oder besser anfänglichen Glaubensweg der Christen in Galatien: „Ihr hattet doch schon Gottes Geschenke (Errettung, seinen Geist) vollständig empfangen und wart Euch sicher darin.

Die eigene Erfahrung der Galater führt Paulus hier quasi als Beweis für die Richtigkeit des Evangeliums „Nur Jesus“ an. Ein weiterer Beweis beginnt in Vers 6, es ist ein biblischer Beweis. Anhand von Abraham, dem Vorbild aller Juden, zeigt Paulus, dass auch bei Abraham nur der Glaube ausschlaggebend war. Nachdem Abraham im Glauben Gottes Versprechen angenommen hatte, lief bei ihm nicht alles glatt. Seine Werke waren nicht durchgängig gerecht. Die Verheißung stand dennoch.

Wir haben natürlich auch überlegt, wie sich diese Aussagen in unserem Leben widerspiegeln. Toll, dass der Glaubensweg von Hannes Parallelen zum Bibeltext hatte. Ehrlich ausgetauscht haben wir uns über die Frage: „Wodurch gehört man in unserer Gemeinde richtig dazu?“ (Arbeitsheft Seite 33, linke Spalte)

Bestimmte Gaben, verwandtschaftliche Beziehungen, Mitarbeit machen den Einstieg leichter – oder eben schwerer für neue.

Auch Antworten auf die Frage: „Wann fühle ich mich Gott nahe, von Gott geliebt?“ zeigten, dass Werke, Umstände, Erfolge in unserem Glaubensgefühl eine Rolle spielen.

 

10.5.2017

Gal 2, 11-21

Mit Geburtstagskuchen (vielen Dank, Familie Franz) starteten wir in unser 4. Treffen mit dem Abschnitt aus Galater 2:11-21.

„Sie gaben mir und Barnabas brüderlich die Hand“ – so hoffnungsvoll endete der Abschnitt vom letzten Mal. Muss es denn dann schon in den nächsten Versen mit einem Skandal weitergehen? Die einflussreichsten Leiter zoffen sich vor versammelter und sicher auch überrumpelter Mannschaft . Wir haben überlegt, wie die Situation sich aus der Sicht von Petrus und den Judenchristen darstellte. Vielleicht hatte Petrus ja doch nachvollziehbare Gedanken? Und ein Gespräch unter vier Augen nicht der bessere Ansatz gewesen? Aus Sicht von Konfliktmanagement sicher bedenkenswert. Für Paulus war die Frage nach der Errettung zu essentiell, als dass er sich über die richtige Vorgehensweise groß Gedanken machte. Wir entdecken, dass Paulus von der Schilderung der Situation fließend in die Darlegung der Theologie übergeht. Das ganze gipfelt in dem recht sperrigen Vers 16. Dieser wird im Serendipityheft, S. 31 als Schlüsselvers bezeichnet (bitte die Erläuterung noch mal nachlesen). In einer anderen Darstellungsform des Verses wird er griffiger und wiederholtes sichtbar:

Aber wir wissen ´jetzt`, dass

   der Mensch nicht durch das Befolgen von Gesetzesvorschriften für gerecht erklärt wird,         
 sondern nur durch den Glauben an Jesus Christus.
                                         Darum haben auch wir unser Vertrauen auf Jesus Christus gesetzt,
                                         denn wir möchten vor Gott bestehen können, und das ist –
                         wie gesagt – nur auf der Grundlage des Glaubens an Christus möglich,
    nicht auf der Grundlage der Gesetzeserfüllung.
   Niemand steht durch das Befolgen von Gesetzesvorschriften vor Gott gerecht da.

Weil wir wissen . . . darum glauben (nehmen wir das Geschenk an) und erleben wir.

Wir sollten nicht aufhören, darüber zu staunen und zu danken. In den letzten Versen des Abschnitts geht es um die Konsequenzen, vor allem: Wenn uns das Gesetz nicht zum „richtigen“ (heiligen, gottgefälligem) Leben antreibt, was motiviert uns dann? Zum Beispiel zu der Stillen Zeit? Oder sollen wir einen neuen Christ zum Bibellesen einladen und warum?

Mich haben die enthusiastischen Antworten in der Gruppe begeistert:

  • Ich will ja selbst, dass mein Leben gelingt.
  • Für mich ist der Glaubensstart wie ein Doppelpunkt: Jetzt geht es erst richtig los und ich will Jesus erleben.
  • Ich habe Neugier und will Jesus erleben.
  • Mein Leben soll ja gelingen und dafür finde ich bei Ihm die besten Ideen.
  • Durch Gott erfahre ich soviel Klares.

So und ähnlich lauteten die Statements. Aber es ging noch einen Zacken schärfer:

„Mein Leben wird nicht mehr von meinem alten Ich bestimmt“ heißt es in Vers 20. Bedeutet Jesus bestimmt und die Frage: „Was wäre das größte Opfer, der schwierigste Auftrag, den Jesus von mir verlangen könnte?“ Woran auch immer da jeder von uns denkt – wir waren uns einig, dass Gott gute Gedanken über uns hat, so zu uns spricht, dass wir es verstehen und annehmen können und wir bei ihm NIE verlieren.

Ich fand, der Abend hatte eine unheimliche Breite und Tiefe. Ein Höhepunkt war die Erzählung von Ulli K-L über ihren Start ins Glaubensleben. Es wäre toll, wenn beim nächsten Treffen wieder jemand von sich erzählt.

03.05.2017

Das war gestern wieder ein spannender Abend! Gut, dass noch jemand von der Hausaufgabe wusste: Können wir wie Paulus in Galater 1:11-24 vom „vorher, Veränderung, nachher“ berichten? JA – das zeigte Conny durch ihr Lebenszeugnis. Es war so spannend und kam so gut an, dass für das nächste Mal sich schon jemand mit seiner Erzählung anmeldete.

Der Text dieses Mal bot ausreichend Stoff zur Diskussion. Um mehr durchzublicken schrieben wir alle handelnden Personen auf und setzten sie mit Kreisen und Pfeilen in Beziehung. Zugegeben, auf der Grafik wirkt es eher noch verwirrend. In unserem Gespräch haben sich aber doch viele gute Gedanken ergeben. Zum Beispiel, dass

  • immerhin 14 Jahre kein Direktkontakt zwischen Paulus und den Jerusalemer Aposteln bestand.
  • Paulus zwar von Gott eine Offenbarung erhielt, allerdings nicht mit DER Lösung, sondern mit einer Aufforderung, sich mit den anderen zu beraten
  • Eine Lösung gefunden wurde und die „rechte Hand“ (V. 9) gereicht wurde

 

„Was hätte es für den Dienst des Paulus an den Heiden bedeutet, wenn alle Christen zuerst hätten Juden werden müssen? Was würde es für die Gemeinden heute bedeuten?“

Mir hat Ulrikes (Franz) Antwort gefallen: Ein einfaches „Ja“ zu Jesus würde nicht genügen, um Rettung durch Jesus zu erhalten. Das Evangelium heißt eben in zwei Worten „Nur Jesus“ und das falsche Evangelium „Jesus plus . . .“

Am 10. Mai geht es dann weiter. Wer die Möglichkeit hat, kann gern noch die Erläuterungen auf den Seiten 26f lesen. Beeindruckend hier finde ich zum Beispiel die Informationen zu Barnabas.

26.4.17, Die Freiheit entdecken, Galater 1:11-24

20.00 – Beginn des zweiten Treffens

Wie kommst Du denn dazu?

So könnten Vorwürfe Richtung Paulus geklungen haben. Seine Kehrtwende vom gesetzestreuen Eiferer und Christenverfolger zu einem Nachfolger und Apostel Jesu war einfach zu krass.
Vielleicht war es für die Galater – sie hatten Paulus nicht als Saulus erlebt – nicht so nachvollziehbar.
Für die Vertreter vom jüdischen Christentum, welche in den von Paulus gegründeten Gemeinden auftauchten, aber schon.

Wo komme ich her? Was ist mit mir passiert? Die Kurzbiografie von Paulus in den Versen 11-24 gibt da einen umfassenden Überblick. Zentral die Aussage in Vers 15: „ Aber Gott hatte mich in seiner Gnade schon vor meiner Geburt dazu bestimmt, ihm einmal zu dienen.“

Nachdem Paulus zum Apostel berufen war, bleibt er seinem Auftrag treu – ob in Arabien, Syrien, Zilizien. Und eben in Jerusalem, wo er sich mit den anderen Aposteln abstimmt, bespricht und sicher auch gemeinsam betet und Gottes Willen sucht. Das Verhältnis zu den anderen Aposteln ist Paulus wichtig. Wie das aussah und das es dabei auch nicht immer reibungslos zuging, erfahren wir in den nächsten Abschnitten.

19.4.2017

19.30 – Kleingruppenleiter Achim Gramsch und Stephan Drescher treffen sich für letzte Absprachen vor dem Start.

19.55 – Alles ist gerichtet, die Teilnehmer können kommen

20.12 – der scharfe Start!

Das organisatorische – wir begnügen uns mit einfachen Getränken, Knabberei bringt mit, wer möchte – ist schnell geklärt. Auch das Ende soll traditionell sich auf 21.30 einpegeln.

Für die Gesprächsrunde gilt, dass man so offen und persönlich sein kann, wie man sich wohl fühlt und es den anderen zumuten kann.

Der Galaterbrief. Mit dem zu studierenden Brief gab es in der Runde ganz unterschiedliche Erfahrungen. Von irgendwann schon mal reingeschaut bis mehrmals ganz durchgelesen ist alles dabei. So mancher verbindet bestimmte Verse mit diesem Brief des Paulus.

In einer ersten runde teilten wir uns in drei Gruppen mit dem Auftrag Infos aufzuschreiben zum

  1. a) Verfasser
  2. b) Empfänger
  3. c) der Situation.

Die Ergebnisse seht ihr in den angehängten Bildern:

Der erste Abschnitt, Kapitel 1, Verse 1 bis 10 hatte es schon in sich. Wiederholende Worte da sind Evangelium, Gnade, der sei verflucht – also schon ziemlich gehaltvoll. Gemeinsam überlegten wir, was uns an diesem Text freut und was ärgert.

Und worüber war Paulus nun so verärgert? In zwei Worten komprimiert sähe das so aus: „Jesus plus…“ Also nicht Jesus allein genügt, um vor Gott gerecht da zu stehen, sondern es braucht Zusatzpunkte. Hier im Brief ist es das Einhalten von jüdischen Gesetzen, speziell der Beschneidung. Aber was ist das für uns heute? Darüber haben wir in der letzten Austauschrunde nachgedacht. Das Ergebnis (kein Anspruch auf Vollständigkeit) seht Ihr im letzten Bild:

Nun freuen wir uns auf das nächste Treffen am 26.4.17, wieder in der Steinstr. 54. Und da sind dann bestimmt auch schon die Bücher da.

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